Zur Frage, ob ein Reichsbahnarbeiter (Hilfesoberdrucker) in der Zeit von 1933 bis 1945 politisch verfolgt …
Verwaltungsrecht
Leitsatz
1. Zur Frage, ob ein Reichsbahnarbeiter (Hilfesoberdrucker) in der Zeit von 1933 bis 1945 politisch verfolgt worden ist (insoweit Einzelfall).
2. Auch wenn die Personalakten lückenhaft sind und deshalb nicht erkennen lassen, warum die bereits eingeleitete Übernahme eines Arbeiters in das Beamtenverhältnis unterbleiben ist, ist von der Parteivernehmung des Klägers im Wiedergutmachungsverfahren abzusehen, wenn andere Umstände dafür sprechen, daß die Übernahme in das Beamtenverhältnis aus unpolitischen Gründen unterblieben ist, und wenn außerdem durch die Zeugenaussagen eine politische Benachteiligung nicht bestätigt worden ist.