Feststellung verrechenbarer Verluste bei Kommanditist KI-Titel
Finanzgerichtsordnung · Kommanditist · verrechenbare Verluste · notwendige Beiladung · Bindungswirkung
Tenor
Herr B wird zum Verfahren beigeladen.
Gründe
Herr B ist gemäß § 60 Abs. 3 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) notwendig zu dem Verfahren beizuladen, da der Rechtsstreit Fragen betrifft, die den Kommanditisten i.S. von § 48 Abs. 1 Nr. 5 FGO persönlich angehen.
Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs sind bei einer Klage über die Feststellung der verrechenbaren Verluste auch diejenigen Gesellschafter als die materiell Betroffenen notwendig beizuladen, um deren verrechenbare Verluste es geht (§ 48 Abs. 1 Nr. 5 i.V.m. § 60 Abs. 3 Satz 1 FGO; BFH-Urteil in BFHE 209, 353, BStBl II 2005, 598).
Vorliegend ist die Feststellung des verrechenbaren Verlustes mit der gesonderten und einheitlichen Feststellung des Gewinns der Gesellschaft nach § 15a Abs. 4 Sätze 5 und 6 EStG verbunden worden, so dass die Entscheidung daher Bindungswirkung sowohl für die Klägerin, als auch für Herrn B als alleinigen Kommanditisten hat.
Permalink
Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie genau dieses Dokument verlinken möchten:https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/perma?d=LARE230005384