OVG Niedersachsen Urteil LS zitiert von 14

§ 3a Abs 2 Satz 2 und Abs 5 NAbfG (AbfG ND) idF d ÄndG v 7.11.1991 (Nds GVBl S 295), insbes das Gebot, bei …

Verwaltungsrecht

Leitsatz

1. § 3a Abs 2 Satz 2 und Abs 5 NAbfG (AbfG ND) idF d ÄndG v 7.11.1991 (Nds GVBl S 295), insbes das Gebot, bei der Gebührengestaltung einen Anreiz zur Abfallvermeidung zu schaffen, sind mit höherrangigem Recht vereinbar; diese Sondervorschriften schränken den aufgrund des NKAG (KAG ND) für den kommunalen Satzungsgeber bestehenden Regelungsspielraum rechtmäßig ein.

2. Ein für die Abfallentsorgungsgebühr gewählter Wahrscheinlichkeitsmaßstab des Behältervolumens ist nach § 3a Abs 2 S 2 und Abs 5 NAbfG (AbfG ND) grundsätzlich zulässig. Seine Ausgestaltung ist allerdings rechtsfehlerhaft, wenn die Gebührenbemessung ungeeignet ist, einen wirksamen Anreiz zur Abfallvermeidung zu schaffen.

3. Zu den Begriffen der Mindestgebühr, der Grundgebühr ( § 5 Abs 4 NKAG (KAG ND ), § 3a Abs 5 S 3 NAbfG (AbfG ND)) sowie der Gebühr nach personenbezogenen Maßstäben (§ 3a Abs 5 S 4 NAbfG (AbfG ND)).